Die Patin privat - Strom sparen und jubeln

Strom sparen mit der Patin privat und Grund zum Jubeln haben

Der September ist bei mir immer Monat der großen Stromabrechnung und dieses Jahr gab es ordentlich Grund zum Jubeln über eine saftige Rückzahlung von über 500 Euro! Jubel! Das Strom sparen im letzten Jahr hat sich wirklich gelohnt.

Früh übt sich

Meine Ma hat uns zwar früh beigebracht, dass man Strom, Wasser und unhöfliche Kommentare sparen muss (Danke, Ma!), aber ich muss zugeben, dass ich mich nicht an zu große Details erinnern kann (Oh Hallo, Mutter!). Alles was über „Licht aus in unbenutzten Räumen“ (Jaaaa, Mama) oder „Wasser ausdrehen beim Zähne putzen“ (Och ich weiß doch, Mutti) hinaus ging, liegt definitiv unter einem grauen Schleier der Vergangenheit. (Sorry, Ma!)

Schlimmer geht immer

Meine steigende doppelte Stromrechnung (zugige aber wunderschöne Altbauwohnung mit Nachtspeicheröfen, quietsch!) hat mich dann letztes Jahr dazu animiert mich (wieder) gründlicher mit dem Strom sparen zu beschäftigen. Weil ich mich insgesamt mit meiner Lebensweise gerne in eine Richtung entwickeln möchte, die umweltschonend ist und es mir erlaubt unabhängiger zu sein von Kosten und klotzigen Konzernen. Meine Erkenntnisse hab ich euch ordentlich aufgeschrieben, damit ihr auch Strom sparen und jubeln könnt bei eurer nächsten Stromabrechnung.

Meine Top 10 zum Strom sparen

1. Die Erleuchtung mit Sparlampen haben

So richtig tief bin ich bisher nicht in das Thema Sparlampen eingetaucht und ich bin vorerst auf Sparlampen umgestiegen. Zusätzlich gab es eine kleine Beratung in Sachen „Licht aus“ von meiner Freundin Miriam vom Nachhaltigskeitsblock. Sie hat auch einen kleinen Lampenratgeber geschrieben. Ich denke ich werde beim nächsten nötigen Lampenkauf auf LED-Lampen umsteigen.

Die Patin privat - Sparlampen benutzen Foto

2. Wasser mit dem Wasserkocher aufkochen

Ich habe eine zeitlang damit experimentiert, so wenige elektrische Kleingeräte wie möglich im Haushalt zu nutzen. Zusätzlich fand ich die Idee, mein Teewasser mit dem Wasserkessel aufzukochen ziemlich romantisch. Leider ist das eine kleine Stromsünde solange man keinen Gasherd hat. Also hab ich mir brav einen Wasserkocher zugelegt, einen der innen kein Plastik hat. Neben Teewasser koche ich jetzt auch Wasser für Suppe, Kartoffeln oder Nudeln auf, damit es beim Garen schneller geht.

3. Stromfresser identifizieren

Vielleicht habt ihr ja automatisch ein heimisches Gerät im Kopf, wenn ich das Wort Stromfresser in den Mund nehme? Informiert euch über „normale“ Verbrauchswerte dieses Gerätes im Internet und leiht euch einen Strommesser in der Nachbarschaft oder bei einem Stromkonzern aus. Bei mir war der Stromfresser der alte Kühlschrank. Der Nachbar hat mir seinen Strommesser ausgeliehen und ich musste feststellen, dass der Gute fast das doppelte des empfohlenen Verbrauchs frass und so musste er über kurz oder lang leider ausziehen. Der Kühlschrank, nicht der Nachbar.

4. Drucker ausschalten

Ich drucke mittlerweile bis auf wenige Ausnahmen nur wenn es Zeit ist die Buchhaltung zu machen. Falls ich motiviert und fleißig bin ist das einmal im Monat, wenn nicht, spätestens einmal im Quartal. Dazwischen liegen also richtig lange Zeiten, in denen der Drucker einfach nicht an sein muss. Sophie, die Zweite im Bunde des Nachhaltigkeitsblocks hat hierfür praktische Aus-Aufkleber entworfen, die einem helfen, sich daran zu erinnern, Geräte auszuschalten. Meiner klebt natürlich auf dem Drucker.

Die Patin privat - Drucker ausschalten Foto

5. Steckdosenleisten mit Aus-Knopf verteilen

Alles was keinen richtigen Aus-Knopf hat kann bequem mit einer ausschaltbaren Steckerleiste vom Strom getrennt werden. Die Waschmaschine wäre hier ein guter Kandidat. Bei manchen Geräten, wie dem persönlichen Computer sollte man aber Vorsicht mit dem beherzten Ausschalten der Steckerleiste sein, vorallem wenn nicht alle Dokumente gespeichert sind, ähem (neeeein, ist MIR noch NIE passiert! 😉 ).

6. Elektrische Kleingeräte im Haushalt nur wenns sein muss

Neben dem Faktor Strom sparen vermeide ich elektrische Geräte im Haushalt auch um fit zu bleiben. Warum ich mir manchmal das Leben schwer mache, könnt ihr hier lesen. Anstatt die Dunstabzugshaube zu betätigen lüfte ich lieber mal ordentlich beim Kochen, der Kuchen wird auch ohne Rührgerät rührend, der Kaffee schmeckt mit der Hand gemahlen nochmal so gut und die Zähne beißen auch ohne elektische Zahnbürste morgen noch kraftvoll zu.

7. Die Waschmaschine fachgerecht benutzen

Am Besten ist es nur volle Maschinen zu waschen, denn die Halbe-Ladung-Taste spart nicht wesentlich. Normal schmutzige Wäsche eines erwachsenen Schreibtischtäters wird auf alle Fälle auch bei 30° C bis 40° C sauber. Also nur bei richtiger Schmuddelwäsche (oh lala) einen höhere Temperatur einstellen. Jedes Grad weniger zählt quasi!

Unliebsame Schweißflecke und manch anderer Fleck gehen bei hohen Temperaturen irgendwie auch nicht wirklich raus, musste ich feststellen. So greife ich bei dieser Art Problemchen lieber auf umweltschonende Hausmittelchen zurück anstatt meine Kleidung zu Tode zu waschen. Je nach Material werden die fiesen Sommerfreunde und ihre Fleckenkumpanen mal mit Backpulver, Essig oder Salz eliminiert. Falls möglich die Wäsche im Anschluss natürlich unbedingt auf der Leine trocknen. Da langen beim Schleudern dann auch um die 1000 Umdrehungen. Mehr Umdrehungen wären beim anschließendem Trocknen im Trockner nötig.

Eventuell verbraucht die heimische Waschmaschine auch im ausgeschalteten Zustand Strom. Daher nach Gebrauch den Stecker ziehen oder die Steckerleiste ausschalten. Das werde ich demnächst bei mir auch mal mit dem Strommesser meines Nachbarns nachprüfen.

Die Patin privat - Flecken entfernen mit Hausmitteln Foto

8. Tür und alles andere ordentlich abdichten

Ich mag garnicht zugeben, wie lange ich die eisige Zugluft ertrug, die jeden Winter mühelos durch den riesigen Spalt unter meiner Haustür aus dem Treppenhaus hindurchschlüpfte und mir gleich nebenan im Arbeitszimmer Gesellschaft leistete. Seit letztem Herbst ist nach Installation einer Türbodendichtung und der Abdichtung des Türrahmens nun Schluss mit der ungebetenen Zugluft. Meine Fenster sind glücklicherweise recht neu und dicht.

Die Patin privat - Türbodenheizung anbringen Foto

9. Für Nachtspeicherheizende: Zuhause einen Wollpulli tragen. Ernsthaft.

Letztes Jahr habe ich mich in einen second hand handgestrickten Pullover aus echter Schurwolle verliebt und die tollen Eigenschaften von Wolle zu schätzen gelernt. Wolle hält schön warm ohne einen schnell zum schwitzen zu bringen, wie das viele synthetischen Fleecedinger gerne mal tun. So schön warm gehalten, kann man die Heizung ein paar Grad runter drehen und im Falle von Nachtspeicheröfen eben Strom sparen. Aber auch bei anderen Heizsystemen ist diese Art zu Sparen ja durchaus interessant.

Und Hurra, Wollpullis müssen nicht altmodisch oder norwegisch sein! Wer die wärmeregulierenden Vorzüge echter Schurwolle kennt und nicht auf traditionelle Muster steht sollte sich diesen saucoole Pulli mal angucken. Ich werd mir diesen Winter definitiv einen Octopussi-Pullover stricken von Maia E. Sirnes  Denn leider hab ich mir den schönen Pulli in der Maschine etwas ruiniert, weil ich vergessen hatte ihn kalt zu waschen. Dass man so ein Kunstwerk nicht einfach leichtherzig in die Waschmaschine werfen kann, daran muss man sich dann halt auch gewöhnen. Aber die Mühe ist es definitiv wert. Den halb ruinierten bedauernswerten Vorgänger-Wollpulli schmeiße ich aber natürlich nicht weg. Ich werde ihn demnächst diesmal mit Absicht heiß waschen und mit dem daraus entstandenen Wollfilz etwas wärmendes nähen wie Hüttenschuhe, eine Mütze, Fäustlinge. Oder ein Katzenkörbchen?

Die Patin privat - Wollpulli tragen Foto

10. Durchlauferhitzer sparsam handhaben

Genauso wie bei Waschmaschine und Nachtspeicherheizung zählt auch beim Durchlauferhitzer jedes Grad. Ich kann meinen Durchlauferhitzer zwar nicht ausschalten, aber auf 30° C runterdrehen. Das reicht mir für Hände waschen, Geschirr und Katzenwäsche. ZUm Duschen drehe ich den Boiler dann kurz vorher gerade so hoch, dass ich kein kaltes Wasser zumischen muss, das wäre sonst eine schöne Verschwendung. Bei mir sind das so 40° C bis 41,5° C. Nach der heißen Dusche wird dann gleich wieder runter gedreht.

Die Patin privat - Durchlauferhitzer runter drehen Foto

Nach dem Strom sparen ist vor dem Strom sparen

Als nächstes freue ich mich auf die neue Gasheizung, die meine Nachtspeicheröfen noch diesen Winter ablösen wird. Ich bin nicht ganz sicher wie sich das kostentechnisch dann gestaltet und ob Nachtspeicheröfen wirklich so umweltfeindlich bzw gesundheitsschädigend sind. Auf alle Fälle freue ich mich aber darauf etwas flexibler heizen zu können. Anstatt mir eine Nacht vorher überlegen zu müssen, ob ich es am nächsten Tag warm haben will, kann ich in Zukunft den Heizkörper direkt bei Bedarf regeln und bei so goldenem Herbstwetter wie heute (20 Grad am 19.10.2014) auch spontan alles ausschalten. Dann kann ich auch endlich auf einen Ökostromanbieter umsteigen, ohne meine Nieren verpfänden zu müssen.

Ich werde in Zukunft jeden Monat meine Stromzähler ablesen und in eine Tabelle eintragen, um meinen Stromverbrauch etwas besser im Blick zu haben. Das ist langweilig, aber Wissen ist Macht, Macht etwas verändern zu können.

Die Patin privat - Stromzähler Strom sparen Foto

Mich hat die diesjährige Rückzahlung auf alle Fälle höchst motiviert nach weiteren Möglichkeiten zu suchen Strom und damit auch Geld und Abhängigkeiten einzusparen. Da ich die Stromspar-Basics nun alle durchhabe wie ich denke, bin ich für alle artigen und abartigen Tipps zum Strom sparen offen, die ihr mir verraten könnt.

Strom sparen, wie stellt ihr das an?

4 Kommentare zu “Strom sparen mit der Patin privat und Grund zum Jubeln haben

  1. Meine elektr. Zahnbürste lade ich am Wochenende auf. Die Wäsche wasche ich mit Nachtstrom. Oder am Wochenende. Werde nochmal überlegen, wo Frau Strom sparen kann. Bin begeistert von Deinem Blog. Gruß Mutter

  2. Na, da ist die Erziehung der Mutter doch nicht für die Katz gewesen- das lässt doch für andere auch hoffen!
    Meine Anerkennung für deinen Weg.
    Liebe Grüße Maja

    • Pixelpatin

      Hi Maja, vielen lieben Dank! Ich freue mich sehr über das Kompliment! LG, Friederike

  3. Schöne Tipps zum Strom sparen! Vor allem bei älteren Durchlauferhitzern lässt sich mit der Methode auf jedes Grad zu achten, viel Geld sparen. Alte Durchlauferhitzer können wahre Stromfesser sein! Da lohnt sich oft dann auch die Anschaffung eines neuen Modells, die mittlerweile viel sparsamer sind.
    Gruß Christian

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